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Immobilien: Beste Zusatzrente für Wohneigentümer

Jeder bezahlt in seinem Leben eine Immobilie, der eine seine eigene,
der andere die seines Vermieters. Wohnkosten schlagen in den Budgets der privaten
Haushalte in immer stärkerem Maß zu Buche. Das gilt ganz besonders für Rentnerhaushalte,
bei denen die Aufwendungen für das Wohnen meist einen hohen Anteil ausmachen.
Wohneigentümer haben gegenüber Mietern den entscheidenden Vorteil,
dass das mietfreie Wohnen in einer abbezahlten Immobilie eine erhebliche finanzielle Entlastung darstellt.

Nach einer im Auftrag des Verbands der Privaten Bausparkassen durchgeführten Sonderauswertung
der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe des Statistischen Bundesamts 1998 belief sich der Mietwert
der eigenen vier Wände bei Rentnerhaushalten in Westdeutschland auf 613 Euro pro Monat.

Bei einem monatlichen (Haushalts-)Nettoeinkommen der Rentner von 1897 Euro konnten diese
Haushalte ihre Einkommen also um fast ein Drittel (32,3 Prozent) "aufstocken", indem sie für das Wohnen
in den eigenen vier Wänden keine Miete zahlen mussten.
Demgegenüber mussten Mieterhaushalte von ihrem durchschnittlichen Nettoeinkommen in Höhe von 1424 Euro
knapp ein Viertel (24,3 Prozent) beziehungsweise 346 Euro für die Miete abzweigen, sodass ihnen unter
dem Strich 1078 Euro für den Lebensunterhalt blieben. Und dabei muss berücksichtigt werden,
dass die Wohnungen der Mieterhaushalte durchweg kleiner und weniger komfortabel ausgestattet sind
als das Haus oder die Wohnung von Eigentümern.


In Ostdeutschland lag der Mietwert der eigenen vier Wände mit knapp 435 Euro nicht ganz so hoch.
Dementsprechend ist der Anteil hier mit 26,5 Prozent am Gesamteinkommen in Höhe von 1641 Euro niedriger ausgefallen.
Immerhin bedeutete das mietfreie Wohnen auch hier noch eine Einkommenssteigerung um mehr
als ein Viertel (26,5 Prozent). Rentner, die zur Miete wohnten, mussten hierfür 271 Euro aufwenden,
was einer Einkommensbelastung von 16,5 Prozent entsprach.

Selbst wenn man berücksichtigt, dass die laufenden Unterhaltskosten die eingesparte
Miete wieder etwas schmälern, machen diese Beträge deutlich, mit welch großem
finanziellen Entlastungseffekt Wohneigentum für Rentnerhaushalte verbunden ist.
Das mietfreie (und schuldenfreie) Wohnen im Alter wird zur "zweiten Rente".




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